Das Ziel

 Das Ziel

Altes Eisen neu schmieden

Nur ein Bewusstseinswandel kann ein neues Altersbild hervorbringen

2050 wird jeder dritte Deutsche über 60 Jahre alt und nur jeder Sechste jünger als 20 Jahre sein. Das hat eine Veränderung der Altersstruktur der Gesellschaft zur Folge. Viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Leistungen werden von älteren Mitbürgern erbracht werden müssen. Die Menschen leben heute nicht nur in der Regel 30 Jahre länger, sondern sind auch wesentlich gesünder als noch vor Jahrzehnten. Um die Vorzüge des Alters und dessen Potenzial für die Gesellschaft nutzbar zu machen, muss jedoch ein neues Bild vom Alter im Bewusstsein verankert werden, denn das alte entspricht nicht mehr der Realität.

Hierzu ist erst einmal nötig, die Jugendzentrierung und damit die Anreize für Frühverrentungen aufzugeben und den Weg der Weiterbildung konsequent zu verfolgen. Das Projekt möchte zu diesem Bewusstseinswandel beitragen und setzt dafür bei den Arbeitgebern und bei den älteren Arbeitssuchenden an. Konzepte sind gefragt, wenn es darum geht, die Vorzüge der Generationen zu vereinen. Dass dies gewinnbringend möglich ist, belegen viele Studien: altersgemischte Teams erzielen bessere Arbeitsergebnisse. Würde man ältere Menschen vorzeitig aus dem Arbeitsprozess ausgliedern, ginge nicht nur Erfahrungswissen verloren, dessen Wert für Innovationen und neue Lösungsansätze nicht zu unterschätzen ist. Nur eine aktive Teilhabe der Älteren am Arbeitsprozess ist die Voraussetzung, um wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Wohlstand langfristig zu sichern.

Aus diesen Gründen ist es wichtig, die Lebenserfahrung und den Gestaltungswillen der älteren Generation stärker in die Gesellschaft zu integrieren. Das heißt einerseits mehr Offenheit für das hohe Leistungsvermögen von älteren Menschen zu zeigen, andererseits müssen ältere Menschen auch bereit sein, sich zu engagieren und ihr Wissen und Können weiterzugeben.

Genau hier setzt das Projekt fünfzigPLUSarbeit an.