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Bewerbungstraining |
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Mit einer ansprechenden Bewerbung zum Erfolg Wichtige Tipps und Hilfestellungen zum Berufseinstieg
Es ist soweit. Sie haben die Zeitung aufgeschlagen, einen Brief von der Agentur für Arbeit erhalten oder selbst im Internet gestöbert. Und da ist sie, die lang gesuchte Stelle. Doch bis zum Vorstellungsgespräch muss der Bewerber ein hartes Stück Arbeit leisten. Da ein Bewerbungsverfahren nach rationalen Gesichtspunkten organisiert ist, werden mit möglichst geringem Aufwand zunächst zumeist 80 bis über 90 Prozent der Bewerbungen aussortiert, um ein überschaubares Konzentrat der wahrscheinlich geeignetsten Kandidaten zurückzubehalten. Der erste Eindruck ist daher entscheidend. Verwenden Sie schon vor dem Anfertigen Ihrer Unterlagen genügend Zeit in eine intensive Vorbereitung und Selbstreflexion, um im Anschluss auch den Personalchef von Ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Machen Sie sich Ihre eigenen Stärken und Schwächen bewusst. Notieren Sie sich gegebenenfalls nochmals Ihre Qualifikationen, Erwartungen und Vorstellungen. Machen Sie sich bewusst, die Aufmachung Ihrer Bewerbungsunterlagen ist immer das erste, was ein Personalentscheider von Ihnen wahrnimmt. Dieser erste, nachhaltige Eindruck ist zugleich die erste Bewertung, die über Sie gefällt wird. Wenn Sie hier schlecht oder durchschnittlich abschneiden, haben Sie bereits jetzt eine schwache Ausgangsposition.
Bestätigen Sie den ersten Eindruck Menschen neigen dazu, nach Bestätigungen für Ihren ersten Eindruck zu suchen. Das gilt auch für Personaler. Alles, was über Sie weiterhin zu erfahren ist, wird automatisch an dem bereits vorhandenen ersten Eindruck gemessen. Dabei werden unbewusst diejenigen Fakten intensiver wahrgenommen, die den ersten Eindruck bekräftigen. Sorgen sie also dafür, dass der erste Eindruck Ihrer Bewerbungsunterlagen auf einen besonders interessanten Bewerber schließen lässt. Dazu gehören die professionelle Gestaltung Ihrer Mappe ebenso wie ein ansprechender Lebenslauf, ein klar strukturiertes Anschreiben sowie ein sympathisches Foto. Setzen Sie durchweg auf positive Signale und vermeiden Sie etwaige Chancenkiller, indem Sie Fehler in Form und Inhalt begehen. Ihre Bewerbung wird dann mit Sicherheit sorgfältiger und mit einer durchweg positiven Grundeinstellung aufgenommen.
Die Bewerbungsmappe : Ihr persönliches Aushängeschild Schriftliche Unterlagen, die mit billigen Nadeldruckern erstellt wurden, übertriebene Kreativität in der Rechtschreibung, oder auch der Versuch, sich besonders zu profilieren, fallen bei einer Bewebung negativ auf. Gleiches gilt für Telefonbuchdicke, ledergebundene Bewerbungswälzer und Anschreiben auf buntem Papier.Eine herkömmliche Mappe lässt sich in wenigen Minuten überfliegen, Multimedia-Bewerbungen kosten den Personalentscheider mehr Zeit und Arbeit. Das honoriert er in der Regel nur, wenn die digitale Form wirklich informativer ist als das papierene Pendant. Vor allem in kreativen Branchen mag sich der Aufwand für beide Seiten lohnen. Die äußere Form Von der äußeren Form her sollte eine Bewerbung nicht zu ausgefallen sein, auf gutem Papier geschrieben sein und möglichst ohne Plastikhüllen auskommen. Verpacken Sie den gesammelten Stapel an Unterlagen in eine Mappe. In Schreibwarengeschäften finden Sie eine breite Auswahl an Schnellheftern, Klemmmappen, Einlegesystemen mit Thermo- oder Spiral-Bindesystem. Glattes Plastik ist verpönt, natürliche Materialien liegen dagegen im Trend. Das wichtigste Dokument kommt nach oben, dann geht es nach der Rangfolge der Wichtigkeit weiter. Das Anschreiben liegt lose außerhalb der Mappe und kann durchaus mit einer Büroklammer fixiert werden. Dieses, wie auch der Lebenslauf werden selbstverständlich als Original beigelegt und beides mit klassisch blauer Tinte unterschrieben. Alle anderen Unterlagen werden als saubere Kopie in höchster Druckqualität beigelegt.
Der richtige Unterlagen-Mix Mit Schulzeugnissen sollten Sie sich zurückhalten. Ein 50-jähriger Bewerber, der sein Abiturzeugnis vorlegt, gibt ein merkwürdiges Bild ab. Nur junge Leute und jene, die nichts anderes vorzuweisen haben, sollten Zeugnisse über Schul- oder Ausbildungsabschlüsse vorlegen. Diplom- und Examenszeugnisse dagegen gehören in die Mappe, wenn sie nicht älter als zehn Jahre sind. Ansonsten gilt die Devise: Immer den höchsten Ausbildungsabschluss als Zeugnis beilegen. Arbeitszeugnisse sind immer wichtig – egal, wie alt sie sind. Referenzen werden zum Teil als unnötiges Imponiergehabe interpretiert, Fürsprecher in der Regel als subjektiv eingestuft. Personalchefs, die Genaueres über einen Bewerber herausfinden möchten, gehen meist andere Wege. Arbeitsproben sollten, wenn nicht anders gewünscht, für das Vorstellungsgespräch aufgehoben werden. Die Ausnahme bilden wiederum kreative und wissenschaftliche Tätigkeiten. Hier runden diese gekonnt Ihr bisheriges Tätigkeitsfeld ab und vermitteln einen ersten Eindruck über Ihr Können. Versenden Sie Ihre Unterlagen niemals ohne ein ansprechendes Foto. Je nach Art der ausgeschriebenen Stelle oder Unternehmen bevorzugen Personaler entweder ein jung-dynamisches, modern oder eher konservatives Portrait am besten in edler Schwarz-Weiß-Optik. Verwenden Sie jedoch niemals einen privaten Schnappschuss. Der elektronische Weg Häufig wird es ebenfalls akzeptiert, eine Bewerbung als Email zu verschicken. Meist wird in einer Stellenausschreibung sogar explizit darauf verwiesen. Stellen Sie jedoch sicher, dass Ihre Dokumente trotzdem präsentabel aussehen. Kopieren Sie auf keinen Fall den Text einfach so ins Email, sondern hängen Sie Word Dokumente oder PDFs als Attachments an. Unter Umständen haben Sie keine digitale Version Ihrer (Arbeits-)Zeugnisse. Dann sollten Sie diese entweder einscannen und als Bilddateien anhängen oder anbieten, Sie auf Wunsch per Post oder beim Bewerbungsgespräch nachzureichen.
Das Anschreiben – Leisten Sie Überzeugungsarbeit
Ein effektives Bewerbungsschreiben sollte formal einem Geschäftsbrief entsprechen und drei Fragenkomplexe beantworten: „Warum schreiben Sie?“, „Was haben Sie zu bieten?“ und „Wie verbleiben Sie?“ Aus diesem knappen Schreiben will der Personaler schließlich einen ersten persönlichen Eindruck vom Bewerber erhalten. Hier zählen nicht die knallharten Fakten aus dem Lebenslauf, sondern vielmehr die erkennbare Motivation des Bewerbers für die Stelle und das Unternehmen, seine Selbsteinschätzung sowie die Erwartungen an seinen künftigen Arbeitsplatz. Die Plausibilität von Beweggründen für berufliche Entscheidungen finden ebenso Beachtung, wie Aussagen darüber, wie sich der Kandidat in die neue Stelle einbringen will. Sich über diese Punkte erkennbar nachvollziehbare Gedanken gemacht zu haben, hilft bei der anschließenden Formulierung und wird auch den künftigen Chef überzeugen. Solche Fakten erkennt der Personaler auch beim schnellen überfliegen im Rahmen des so genannten Screenings. Hierbei liest der Personaler Ihre Unterlagen nur punktuell durch und sammelt wichtige Informationen. Beachten Sie zudem, dass sich aus Stil, Form und Ausdruck ebenso weitreichende Rückschlüsse ziehen lassen. Nutzen Sie also Ihre Chance, sich von der Masse abzuheben. Ein Anschreiben, das dem Personaler ein Bild von dem Menschen hinter der Bewerbung ermöglicht, weckt Aufmerksamkeit und bleibt in Erinnerung. Verzichten Sie jedoch darauf, möglichst viel in Ihr Anschreiben hinein zu packen. Ein bis maximal zwei Seiten sind mehr als ausreichend. Der Lebenslauf sollte unbedingt getrennt und in tabellarischer Form beigefügt werden. Das Maß der Dinge ist entscheidend Typische Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten sind: Übertreibung und Untertreibung. Präsentieren Sie sich möglichst positiv und vor allem optimistisch. Ebenso sieht es mit persönlichen Gehaltsvorstellungen aus. Wird nach ihnen gefragt, dann können diese getrost genannt werden. Andernfalls sollten Sie darauf verzichten, um negative Signale zu vermeiden. Ebenso sollte mit schlechten Zensuren verfahren werden. Hier greift die Devise „alles oder nichts“. Werden sie erwartet, dann ist eine vollständige Angabe angesagt. Falls dies nicht erwünscht ist, weglassen. Für alle Angaben gilt jedoch - Glaubwürdigkeit siegt: Bleiben Sie stets bei der Wahrheit und argumentieren Sie in einem natürlichen, nachvollziehbaren Rahmen. Das wirkt menschlich und bringt Sympathiepunkte.
Der Lebenslauf – nur eine Auflistung von Fakten?
Bereits im ersten Auswahlschritt wird Ihrer persönlichen Vita höchste Aufmerksamkeit beigemessen. Sie gibt Einblick in Ihre Ausbildungs- und Berufslaufbahn und sollte daher auf die jeweilige Stellenausschreibung hin optimiert werden, doch insgesamt nicht mehr als ein bis zwei Seiten umfassen. Durch ein gründliches Studium wertet der Personaler alle „harten Fakten“ aus. Dazu gehören: Die im Laufe der Jahre erworbenen Qualifikationen, Erfahrungen sowie der schulische und berufliche Werdegang, Dauer der Arbeitslosigkeit und letztlich das Alter. All diese Faktoren sind für Ihn eine erste Entscheidungshürde. Deshalb gilt es, auch aufgrund der Vielzahl an Bewerbungen, die dieser lesen muss, diese möglichst strukturiert und professionell aufzubereiten.
Das Beste auf einen Blick
Gliedern Sie den Lebenslauf am besten so, dass einschlägige Daten auf den ersten Blick zu finden sind. Beginnen Sie dabei stets mit den aktuellen Fakten und arbeiten sich von dort aus zurück in die Vergangenheit. „Originalität“, eine unchronologische Zusammenstellung zum Beispiel in thematischen Blöcken sowie individuelle Abwandlungen sind ebenso wenig erwünscht, wie etwa eine vermeintlich sehr moderne amerikanische Bewerbung.
Genauigkeit ist Trumpf
Unklare Angaben, die erst durch nachlesen im Arbeitszeugnis oder nachrechnen dortiger Angaben entschlüsselt werden können, verschlechtern den Eindruck Ihres Lebenslaufs nachhaltig. Sie riskieren dabei sogar den Eindruck, etwas Ungünstiges verschleiern zu wollen. Eine Checkliste aller relevanten Daten könnte daher von oben nach unten betrachtet etwa so aussehen: Persönliche Informationen, Ausbildung, Relevante Arbeitserfahrung in Form von Praktika oder früheren Arbeitsplätzen, besondere Kenntnisse und Erfahrungen, Auslandsaufenthalte, Computer-, Sprachkenntnisse und organisatorische Fähigkeiten, Interessen, Zeugnisse und Referenzen und abschließend ein Foto. Persönliche Informationen, wie etwa Ihr Name sollte auf jeder Seite oben vermerkt sein. Außerdem sind folgende Angaben wichtig: Name, Geburtsdatum und -ort (Jahr, Monat, Tag; Stadt, Land), Nationalität, Adresse, Telefon und - fax und Email. |
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